# ia-monopsychisme-serres-averroes-aquin-2025-10-11

## Veille

Künstliche Intelligenz und Monopsychismus - Mittelalterliche/Moderne Philosophie - Revue thomiste

## Titre Article

L'Intelligence Artificielle et le monopsychisme : Michel Serres, Averroès et Thomas d'Aquin

## Date

2025-10-11

## URL

https://revuethomiste.fr/contenu-editorial/chroniques/lumieres-et-grains-de-sel/lintelligence-artificielle-et-le-monopsychisme-michel-serres-averroes-et-thomas-daquin

## Keywords

Künstliche Intelligenz, Monopsychismus, Averroès, Thomas d'Aquin, Michel Serres, Mittelalterliche Philosophie, Intellektuelle Autonomie, Digitale Technologien, Kognition

## Authors

David Perrin

## Ton

**Profile:** Academic-Professional | Third-person analytical | Analytical-Educational | Intermediate-Accessible

Perrin nimmt einen akademisch-philosophischen Ton an und zieht historische Parallelen zwischen mittelalterlichen Debatten und zeitgenössischen KI-Fragen. Die zentrale Frage ("Denkt der Mensch?") offenbart einen strukturierten konzeptuellen Ansatz. Die Sprache balanciert philosophische Strenge (Averroès, Thomas d'Aquin, Monopsychismus) mit Zugänglichkeit für nicht spezialisierte Leser. Typisch für akademische Zeitschriften, die komplexe Konzepte für den interdisziplinären Dialog zwischen Philosophie und Technologie popularisieren.

## Pense-betes

- Parallele zwischen mittelalterlichen Debatten über den Intellekt und zeitgenössischen KI-Technologien
- Zentrale Frage: "Denkt der Mensch?", bereits im dreizehnten Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Averroismus gestellt
- Averroès' Konzept eines universellen Intellekts im Vergleich zur modernen kognitiven Externalisierung
- Risiko der intellektuellen Unterwerfung durch Technologieplattformen
- Sammlung und Verwertung von Nutzerdaten durch Technologieunternehmen
- Möglicher Verlust individueller intellektueller Autonomie
- Vergleich zwischen der Verbindung mit einem separaten Intellekt (Averroès) und moderner digitaler Konnektivität

## RésuméDe400mots

David Perrins Artikel schlägt eine bemerkenswerte Brücke zwischen mittelalterlichen philosophischen Debatten über das Wesen der Intelligenz und gegenwärtigen Fragen, die durch künstliche Intelligenz aufgeworfen werden. Der Autor untersucht, wie die Untersuchungen des dreizehnten Jahrhunderts zur averroistischen Theorie des Monopsychismus mit unseren heutigen Bedenken gegenüber digitalen Technologien resonieren.

Der Monopsychismus, vertreten von dem arabischen Philosophen Averroès, postulierte die Existenz eines einzigen universellen Intellekts, mit dem sich Individuen vorübergehend verbinden würden, um zu denken. Diese Auffassung, die von Thomas d'Aquin, der die Individualität des menschlichen Intellekts verteidigte, energisch bestritten wurde, wirft Fragen auf, die den durch moderne KI-Systeme aufgeworfenen erstaunlich ähnlich sind: Wenn wir digitale Werkzeuge verwenden, um zu "denken", üben wir dann wirklich unsere eigene Intelligenz aus, oder verbinden wir uns lediglich mit einer externen Intelligenz?

Der Artikel stützt sich auf das Denken von Michel Serres, um diese Parallelen zu analysieren. Zeitgenössische Technologien schaffen durch die Externalisierung bestimmter kognitiver Funktionen eine Form von kollektivem oder verteiltem Intellekt, die an das averroistische Konzept erinnert. Diese "Verbindung" birgt jedoch erhebliche philosophische und politische Risiken, die mittelalterliche Denker nicht hätten vorhersehen können.

David Perrin warnt vor einer möglichen "intellektuellen Unterwerfung", die durch Technologieplattformen begünstigt wird. Anders als der separate Intellekt des Averroès, der ein abstraktes philosophisches Konzept blieb, werden die heutigen KI-Systeme von Unternehmen kontrolliert, die massiv Nutzerdaten sammeln und diese kommerziell verwerten. Diese Machtasymmetrie erzeugt eine kognitive Abhängigkeit, bei der Individuen ihre Reflexionsfähigkeit zunehmend an externe Systeme delegieren.

Der Autor betont, dass diese kognitive Externalisierung nicht neutral ist: Sie verändert unser Verhältnis zu Wissen und Wahrheit. Die Algorithmen, die unseren Zugang zu Informationen vermitteln, formen unsere Wahrnehmung der Welt und schaffen "Informationsblasen", die die intellektuelle Autonomie einschränken können, die Thomas d'Aquin als fundamental für die menschliche Würde ansah.

Der Text untersucht auch die politische Dimension dieser Technologien. Technologieunternehmen üben erhebliche Macht über kollektive kognitive Prozesse aus und konzentrieren die Fähigkeit, das Denken von Millionen von Nutzern zu lenken, in wenigen Händen. Diese Zentralisierung erinnert an die Gefahr, die von mittelalterlichen Kritikern des Monopsychismus erkannt wurde: Wenn der Intellekt nicht wirklich individuell ist, was wird dann aus moralischer Verantwortung und persönlicher Handlungsfähigkeit?

Abschließend ruft David Perrin zu kritischer Wachsamkeit gegenüber digitalen Technologien auf. Er plädiert dafür, die individuelle intellektuelle Autonomie zu bewahren, während gleichzeitig das Potenzial technologischer Werkzeuge anerkannt wird. Die Lehre der mittelalterlichen Debatten bleibt relevant: Die menschliche Fähigkeit zu bewahren, selbstständig zu denken, ist ein fundamentales philosophisches, ethisches und politisches Anliegen — im Zeitalter der KI vielleicht sogar noch entscheidender als zur Zeit von Averroès und Thomas d'Aquin.

## GrapheDeConnaissance

- David Perrin —publie→ L'Intelligence Artificielle et le monopsychisme (DOCUMENT, 0.99)
- David Perrin —affirme_que→ le monopsychisme averroïste préfigure les enjeux de l'IA (AFFIRMATION, 0.97)
- Averroès —soutient→ monopsychisme (CONCEPT, 0.99)
- monopsychisme —affirme_que→ il existe un intellect universel unique séparé (AFFIRMATION, 0.97)
- Thomas d'Aquin —s_oppose_à→ averroïsme (CONCEPT, 0.99)
- Thomas d'Aquin —affirme_que→ l'homme est sujet et agent de sa propre pensée (AFFIRMATION, 0.97)
- Michel Serres —affirme_que→ les technologies numériques externalisent des fonctions cognitives (AFFIRMATION, 0.96)
- intelligence artificielle —utilise→ données cognitives des utilisateurs (CONCEPT, 0.93)
- David Perrin —affirme_que→ les entreprises technologiques exercent un pouvoir sur les processus cognitifs collectifs (AFFIRMATION, 0.91)
- connexion numérique —converge_avec→ continuatio averroïste (CONCEPT, 0.88)
- externalisation cognitive —réduit→ autonomie intellectuelle (CONCEPT, 0.92)
- David Perrin —utilise→ ChatGPT (TECHNOLOGIE, 0.95)
- Université de Paris —s_oppose_à→ averroïsme (CONCEPT, 0.99)
- Georges Bernanos —prédit→ un double asservissement par les machines (AFFIRMATION, 0.9)
- Revue thomiste —publie→ article de David Perrin (DOCUMENT, 0.99)

---
Canonical: https://www.thekb.eu/de/fiches/ia-monopsychisme-serres-averroes-aquin-2025-10-11/
