# mollick-roon-asi-consulting-forward-deployed-engineering-2026-05-10

## Veille

Der Konsistenztest von Ethan Mollick (Wharton): Man wird wissen, dass KI-Labore wirklich an ASI glauben, an dem Tag, an dem sie ihre *Forward Deployed Engineering* (FDE)-Teams auflösen. Öffentliche Debatte mit roon (OpenAI) auf LinkedIn: roon wendet ein, dass es sich um ein **hayekianisches Problem** handelt (Intelligenz löst nicht automatisch den organisatorischen Informationsfluss) und belebt den Begriff „**Gentle Singularity**“ wieder. Konsens in den Kommentaren: Die Technologie ist der einfache Teil; interne Politik / bestehende Arbeitsabläufe / vertragliche Haftung sind der eigentliche Engpass. Prägender Satz: *„Krebs zu heilen könnte einfacher sein als Accenture zu ersetzen“*. Epistemische Gegenüberstellung **Ostküste vs. Westküste** hinsichtlich der Entwicklung der KI-Adoption.

## Titre Article

You will know that the AI labs believe in ASI when [they dissolve their forward deployed engineering teams]

## Date

2026-05-10

## URL

https://www.linkedin.com/posts/emollick_you-will-know-that-the-ai-labs-believe-in-ugcPost-7460001935568510977-jXI0/

## Keywords

ASI (Artificial Super Intelligence), Forward Deployed Engineering (FDE), KI-Beratung, organisatorischer Wandel, hayekianisches Problem, Gentle Singularity, Unternehmenstransformation, KI-Adoption, organisatorische Komplexität, vertragliche Haftung, Accenture, Beratungsmarkt, Beschäftigungsszenarien 2035, Automatisierung von Bürojobs, Gegenüberstellung Ostküste vs. Westküste, Zerklüftung von KI-Fähigkeiten, Wharton, OpenAI, Soziologie der Technikadoption

## Authors

Ethan Mollick (professeur Wharton, auteur *Co-Intelligence*) — auteur du post ; roon (employé OpenAI, identité publique anonyme, voix influente du cercle accel) — interlocuteur cité ; commentateurs anonymes (praticiens, consultants, chercheurs).

## Ton

**Profil**: Mollicks Stimme (öffentlicher Intellektueller, Management-Professor an der Wharton, produktiver KI-Kommentator auf LinkedIn und seinem Blog *One Useful Thing*), akademisch-populärwissenschaftliches Register mit scharfer Meinung. Long-Form-LinkedIn-Post-Format, das einen rhetorischen *Test* (ein einziges scharfes Kriterium, um das erklärte Glaubensbekenntnis der Labore von ihrem tatsächlichen Verhalten zu unterscheiden) mit einer öffentlichen, sichtbar bewahrten Debatte mit roon verbindet. Zielpublikum: KI-Praktiker, Berater, Transformationsverantwortliche, Forscher der Techniksoziologie.

**Stil**: Drei Stilmittel. (1) **Der Ein-Kriterien-Test** — „man wird X wissen, wenn Y“ — eine elegante rhetorische Figur, die die Gegenseite zwingt, ihre Handlungen statt ihrer Vorhersagen zu zeigen. (2) **Das schmerzhafte Zugeständnis** — Mollick räumt roon ein, dass das hayekianische Problem real ist, und dreht das Argument dann um: „Eure eigenen FDE-Teams beweisen, dass ihr wisst, dass KI sich nicht von selbst adoptiert — wie haltet ihr dann an der Vorhersage für 2035 fest?“. (3) **Die prägnante Formel** aus den Kommentaren — „Krebs zu heilen könnte einfacher sein als Accenture zu ersetzen“ —, die die Verschiebung der Debatte von technischer Fähigkeit zu organisatorischer Soziologie verdichtet. Der Gesamtton ist ironisch-analytisch, mit der rhetorischen Gegenüberstellung **Ostküste / Westküste**, die nicht geografisch, sondern epistemisch präsentiert wird. Mollick schließt bilateral ab, roon fasst mit „Gentle Singularity“ zusammen — scheinbare Einigkeit über den Gegenstand, anhaltende Uneinigkeit über den Zeithorizont.

## Pense-betes

- **Mollick-Konsistenztest** (als Heuristik zu merken): Ein Labor, das *wirklich* an eine unmittelbar bevorstehende ASI glaubt, sollte seine FDE- und Beratungsteams abbauen, nicht einstellen. Andernfalls handelt es sich entweder um Inkonsistenz oder um ein implizites Eingeständnis, dass ASI sich nicht von selbst einsetzen wird.
- **Hayekianisches Problem**: Friedrich Hayek (*„The Use of Knowledge in Society“*, 1945) — nützliche Information innerhalb einer Organisation ist **verteilt**, implizit, kontextabhängig. Um sie handlungsfähig zu machen, braucht es menschliche Kanäle. Mehr zentrale Intelligenz löst dieses Problem nicht; erforderlich sind Aggregationsprotokolle.
- **Gentle Singularity**: von roon (OpenAI-Mitarbeiter) geprägter Begriff — der Übergang zu AGI/ASI werde **langsam, fragmentiert, vermittelt** verlaufen, kein *Fast Takeoff*. Sam Altman greift den Begriff in seinem Essay *The Gentle Singularity* (Juni 2025) wieder auf — eine Idee, die von innerhalb OpenAI nach außen zirkuliert.
- **Ostküste-/Westküste-Gegenüberstellung**: nicht geografisch, sondern epistemisch. Ost = langsame, fragmentierte Transformation + *Zerklüftung* (jaggedness) der Fähigkeiten + soziale Beschränkungen (Mollick). West = massive, schnelle Automatisierung, sobald die Fähigkeiten erreicht sind (führende Labore).
- **Warum Accenture überlebt** (die kontraintuitivste Einsicht): nicht nur Kompetenz, sondern **vertragliche Haftung**. Eine KI kann nicht verklagt werden. Ein Beratungsunternehmen schon. Diese Asymmetrie schafft einen dauerhaften rechtlichen *Moat*, den Modelle nicht erodieren.
- **Das kanonische Beispiel**: *„ASI kann den perfekten Transformationsplan erstellen und trotzdem an einem VP scheitern, der sich weigert, seinen Salesforce-Workflow zu ändern.“* — der Engpass verlagert sich auf die organisatorische Ebene.
- **Der Widerspruch der Labore** (einer Führungskraft entgegenzuhalten, die zu stark in das ASI-Versprechen investiert): *„Wenn KI wirklich sich selbst adoptieren würde, warum verkaufen eure KI-Anbieter dann FDE-Wochen pro Lizenz?“*
- **Prägender Satz**: *„Krebs zu heilen könnte einfacher sein als Accenture zu ersetzen“* — teilenswert.
- Ergänzende Lektüre zu [[mollick-organizational-theory-agentic-ai-spans-control-2026-02]] (Organisationstheorie agentischer KI: *spans of control*) — gleicher Autor, gleiche These.
- Implizite Konvergenz mit [[ng-the-batch-352-no-ai-jobpocalypse-2026-05-08]] (Andrew Ng, *„There Will Be No AI Jobpocalypse“*, gleiche Woche) — Anti-Massenverdrängungs-Narrativ.
- Konvergenz mit [[wallace-wells-nyt-magazine-ai-populism-altman-backlash-no-one-ready-2026-05-08]]: Die Labore verkaufen ein Ersetzungsnarrativ, das an der sozialen und organisatorischen Realität scheitert.
- **Möglicher strategischer Zynismus**: FDE-Teams finanzieren kurzfristig die langfristige Wette. Wirtschaftlich rational, verschärft aber den Widerspruch im ASI-Narrativ.
- **Direkte Verbindung zu Forward Deployed Engineering**: Palantir prägte den Begriff, OpenAI und Anthropic übernahmen ihn. Heute gehören FDE-Rollen bei KI-Laboren zu den dynamischsten Tech-Arbeitsmärkten — was dem Selbstadoptions-Narrativ faktisch widerspricht.

## RésuméDe400mots

Ethan Mollick (Wharton) lanciert auf LinkedIn einen Konsistenztest, der sich an die führenden KI-Labore richtet: *„Man wird wissen, dass Labore wirklich an ASI glauben, wenn sie ihre Forward-Deployed-Engineering-Teams auflösen“*. Solange Menschen benötigt werden, um KI in Kundenorganisationen zu integrieren, sind Bürojobs kurzfristig nicht bedroht.

**Die Debatte mit roon** (OpenAI-Mitarbeiter, einflussreiche Stimme des *accel*-Zirkels auf X): roon entgegnet, dass es sich um ein **hayekianisches Problem** handelt. Verweis auf Hayek (*„The Use of Knowledge in Society“*, 1945): nützliche Information innerhalb einer Organisation ist implizit, verteilt, kontextabhängig. Zentrale Intelligenz, selbst superintelligente, löst Informationsflüsse nicht automatisch. roon sagt, er sei gerade deshalb optimistischer hinsichtlich der Beschäftigung als das durchschnittliche Labor. Mollick räumt den hayekianischen Punkt ein und dreht das Argument dann um: Wenn KI sich nicht von selbst adoptiert, widerspricht die Vorhersage der Labore, „die meisten Bürojobs würden bis 2035 ersetzt“, ihren eigenen FDE-Teams. roon fasst die scheinbare Übereinstimmung zusammen: *„Gentle Singularity“* — der Übergang werde langsam und vermittelt verlaufen, kein *Fast Takeoff*. Sam Altman wird diesen Begriff später in seinem Essay *The Gentle Singularity* (Juni 2025) wieder aufgreifen.

**Der Konsens in den Kommentaren** (Praktiker, Berater, Forscher) läuft auf vier Punkte hinaus:

1. Die Technologie ist oft der einfache Teil. Das eigentliche Hindernis sind interne Politik, HR-Anreize, Altsysteme und vor allem die Frage „Wer haftet, wenn es schiefgeht?“.
2. ASI kann einen perfekten Transformationsplan erstellen und trotzdem an einem VP scheitern, der sich weigert, seinen Salesforce-Workflow zu ändern.
3. Accenture (und Beratung im weiteren Sinne) überlebt, weil es **vertragliche Haftung** verkauft, nicht nur Kompetenz. Eine KI kann nicht verklagt werden. Ein Unternehmen schon.
4. Meistgeteilter Satz: *„Krebs zu heilen könnte einfacher sein als Accenture zu ersetzen“* — ein technisches Problem hat klare Erfolgskriterien; ein organisatorisches Problem nicht.

**Die strukturierende Spannung**, die Mollick formalisiert: **Ostküste vs. Westküste** (epistemisch, nicht geografisch). Ost = langsame, fragmentierte Transformation, eingeschränkt durch die *Zerklüftung* (jaggedness) der Fähigkeiten und soziale Komplexität. West = schnelle, massive Automatisierung, sobald die Fähigkeiten ausreichen.

**Fazit**: Die Labore verkaufen ASI, stellen aber Berater ein. Das ist entweder ein logischer Widerspruch oder — zynischer betrachtet — eine kurzfristige Umsatzstrategie, die die langfristige Wette finanziert. So oder so bezeugen ihre eigenen FDE-Teams, dass KI sich (noch) nicht von selbst adoptiert. Der Engpass der Adoption verlagert sich vom Technischen ins Organisatorische.

## GrapheDeConnaissance

- Ethan Mollick —affirme_que→ la dissolution des équipes FDE serait la preuve d'une croyance réelle des labos en l'ASI (AFFIRMATION, 0.96)
- Ethan Mollick —travaille_chez→ Wharton (ORGANISATION, 0.98)
- roon —travaille_chez→ OpenAI (ORGANISATION, 0.95)
- roon —affirme_que→ l'adoption de l'IA est un problème hayékien de flux d'information organisationnel (AFFIRMATION, 0.94)
- roon —a_créé→ Gentle Singularity (CONCEPT, 0.92)
- AI labs —utilise→ Forward Deployed Engineering (FDE) (METHODOLOGIE, 0.97)
- AI labs —prédit→ remplacement majoritaire des cols blancs d'ici 2035 (AFFIRMATION, 0.93)
- Accenture —est_basé_sur→ responsabilité contractuelle (CONCEPT, 0.93)
- Ethan Mollick —affirme_que→ l'ASI peut être bloquée par un VP refusant de modifier son workflow Salesforce (AFFIRMATION, 0.88)
- Ethan Mollick —soutient→ Vision East Coast (IA) (CONCEPT, 0.94)
- Ethan Mollick —s_oppose_à→ Vision West Coast (IA) (CONCEPT, 0.92)
- argument flux d'information organisationnel —s_inspire_de→ Friedrich Hayek (PERSONNE, 0.9)
- Palantir —a_créé→ Forward Deployed Engineering (FDE) (METHODOLOGIE, 0.85)
- Sam Altman —utilise→ Gentle Singularity (CONCEPT, 0.88)
- Praticiens et consultants —affirme_que→ la technologie est la partie facile (AFFIRMATION, 0.92)

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Canonical: https://www.thekb.eu/de/fiches/mollick-roon-asi-consulting-forward-deployed-engineering-2026-05-10/
