Chris Williams (@voodootikigod) eröffnet seine ADLC-Serie mit der These, dass die Anwendung des menschlichen SDLC auf Modelle ein Kategorienfehler ist: Der klassische Zyklus wurde entwickelt, um menschlichen Fehlermodi (Ego, Ermüdung, Vergessen) entgegenzuwirken, die bei LLMs nicht vorhanden sind. Er katalogisiert acht tragende Fehlermodi (F1-F8) und fünf ausnutzbare Eigenschaften (E1-E5) und legt das Gründungsprinzip dar: Jede Phase eines agentischen Zyklus muss auf einen Fehlermodus, gegen den sie sich richtet, oder eine Eigenschaft, die sie ausnutzt, zurückführbar sein.
Zweiter Teil von Chris Williams' ADLC-Serie: Er entfaltet den Zyklus, der sich aus dem „ersten Gesetz" ergibt — acht Phasen (P0 Triage → P7 Distill), ein deterministisches Gate zwischen jedem Phasenpaar und genau zwei verpflichtende menschliche Momente (Spezifikationsfreigabe bei P1, Verhaltensabnahme bei P6). Kernprinzip: eine LLM→LLM-Übergabe ohne deterministischen Kontrollpunkt vervielfacht die Fehlerquote; hinzu kommt eine „Barbell"-Kostenverteilung (schwer an beiden Enden, leicht in der Mitte), die die Ökonomie von Agile umkehrt.