- thekb.eu
- Wissensgraph
- Dokument
- DORA 2025
DORA 2025
DORA 2025 — Dokument. Beitrag: KI als „Verstärker“ von Stärken und Fehlfunktionen
DORA 2025 misst eine positive Korrelation zwischen KI-Einführung und Delivery-Durchsatz sowie eine negative Korrelation mit der Delivery-Stabilität, wenn die Grundlagen nicht mitziehen. Neben dieser Messung steht eine These: KI wirke als "Verstärker" der bereits vorhandenen Stärken und Dysfunktionen einer Organisation. Beides tritt gemeinsam auf, und beides taucht in Argumenten darüber, wie der Software-Lebenszyklus neu gezeichnet werden sollte, eher als Prämisse denn als für sich zu diskutierender Befund wieder auf.
Paula Hingel baut "How AI Changes the SDLC: A Six-Stage Guide" (8. Juni 2026) auf dem Report auf: Prozessreife zählt mehr als das Werkzeug, und die Aufspaltung zwischen Durchsatz und Stabilität ist das Symptom einer Einführung, die ohne Neuziehung der Review-Grenzen erfolgt. Ihre sechs Stufen sind der Versuch, der negativen Hälfte eine Adresse zu geben. Deployment erhält eine explizite Rollback-Richtlinie, Testing benennt zirkuläre Validierung als Kernrisiko.
«SFEIR» stellt DORA 2025 neben den ADLC und Googles neues SDLC-Whitepaper als Beleg für eine industrielle Konvergenz, in "Un SDLC piloté par l'IA : le cycle SFEIR à 11 phases" (16. Juni 2026), gepaart mit einer eigenen Diagnose des Jahres 2025: Organisationen setzten KI-Werkzeuge ein, ohne ihr Betriebsmodell zu transformieren, "tout change… et rien ne change". Die Verstärker-Deutung trägt eine Folgerung in sich, die keine der Notizen klärt. Wenn KI verstärkt, was eine Organisation bereits besitzt, dann ist der gemessene Stabilitätsverlust eine Lesart dieser Organisationen selbst, und der Report bietet kein Instrument, um ein schwaches Fundament von einem schnellen zu unterscheiden.
- Typ
- Dokument
- Beitrag
- KI als „Verstärker“ von Stärken und Fehlfunktionen
- Relationen
- 4
- Zitiert in
- 2 fiches